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Gewalt um der Gewalt willen: Alex und seine »Droogs« posen, pöbeln und prügeln willkürlich auf alles und jeden ein, schrecken selbst vor Vergewaltigung nicht zurück. Schule und Eltern sind hilflos, aber auch merkwürdig kühl distanziert und desinteressiert. So muss der Staat eingreifen und bedient sich einer radikalen Maßnahme. Die erzwungene Friedfertigkeit, zu der Alex nach einem brutalen Mord therapiert werden soll, wird für den jungen Schläger zum Alptraum, sein eigener Wille komplett gebrochen. Anthony Burgess’ 1962 geschriebenes, ultrabrutales Szenario – spätestens durch Kubricks Verfilmung Kult geworden – entwirft ein Paradox der Gewaltprävention: das Bekämpfen der Gewalt durch einen behördlich angeordneten gewaltsamen Eingriff in das Leben der Täter. Steht die Ordnung und Sicherheit, die kühle Logik des Systems über der individuellen Freiheit des Einzelnen? Wo fängt Strafe an, wo hört Menschlichkeit auf? Und schlussendlich die entscheidende Frage: Wohin mit all den Aggressionen, die wir Menschen in uns tragen? Veranstaltungsort: Studiobühne im Schauspielhaus Otto-von-Guericke-Straße 64 39104 MAGDEBURG

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Event veröffentlicht am 05.12.2018

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